on tour

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19. Januar 2016

Punta Arenas - N.P. Torres del Paine - El Calafate - El Chalten

Von Ushuaia sind wir am 27.12.2015 wieder aufgebrochen und über Porvenir nach Punta Arenas gefahren bzw. mit der Fähre übergesetzt. Im empfohlenen Cafè Luna gab es dort abends leckeres hausgebrautes Bier und mittelgutes Essen. Die Stadt fanden wir nicht so toll, wie es im Raiseführer beschrieben war. Nach einer Nacht in einer kleinen Bruchbude, genannt Hospedaje, haben wir uns früh auf den Weg nach Puerto Natales gemacht. Dort haben wir für ein paar Tage über Silvester ein Zimmer mit 'Bano privado' gebucht und mit Birgit, Frank und Silke sowie zwei Koreanierinnen und einem Pärchen aus Washington D.C. ganz ordentlich ins neue Jahr hinein gefeiert.
Am 2.1.2016 starteten wir eine mehrtägige Tour in den Nationalpark Torres del Paine ca. 80km von Puerto Natales entfernt. Wir wurden kurz nach dem Parkeintritt mit gehörigen Windböen empfangen, so dass eine Weiterfahrt kaum möglich war. Nach langen ca. 60km Wind und Schotter haben wir die Basisstation Las Torres erreicht. Hier haben wir die Mopeds alleine im Wind stehen lassen und sind mit Camping- und Wanderaustattung losmaschiert. Unser Schlaflager lag etwas 450 höher. Dort stellten wir fest, dass ich das Zelt vergebens hochgeschleppt hatte, wir hatten ein aufgestelltes Zelt vor Ort gebucht. Unsere Spanischkenntnisse sind doch noch verbesserungswürdig. Der Aufstieg am nächsten Tag zur Laguna Los Torres wurde mit grandiosen Ausblicken und einem tollen Wander-/Kletterweg belohnt.
Am späten Nachmittag waren wir wieder bei unseren Qühen und mussten uns sputen, um 30km weiter zur Anlegestelle des Catamarans zu kommen. Der fuhr uns nach schnellem Klamottenwechsel und Anbinden der Mopeds zum nächsten Basislager, dem Paine Grande Zeltplatz. Von hier starteten wir eine lange Wanderung nach windiger Nacht zum Gletscher Grey. Wahnsinn, so klasse Bilder von Seen, Gletscher, ziehenden Wolken und blitzenden Gipfeln....
Nachdem wir uns von den Wander- und Kletterstrapazen und unserem Muskelkater einigermaßen erholt hatten (wir saßen bisher ja ca. 3 Monate nur auf dem Moped), fuhren wir über die argentinische Grenze (immer ein Erlebnis die Zollformalitäten) nach El Calafate ins nächste Tourigebiet. Normalerweise tanken wir immer sofort die Mopeten, wenn wir igendwo ankommen. Aber hier im Ort trafen wir auf eine ca. 2 km lange Schlange vor der YPF Tankstelle. Streik der Petroleros. Unser Sprit reichte noch für dei 80km zum Campingplatz Lago Roca, der wunderschön im Park lag. Den übernächsten Tag investierten wir für alle erforderlichen Organisationen: Tanken (2,5 Stunden), Geldabheben (diesmal nur 30 Minuten), Waffeln mit Eis und Früchten (ging sehr schnell) und Einkaufen (dabei viel im Supermarkt der Strom aus). Wieder gut mit allem ausgestattet gingen wir am nächsten Tag auf eine geführte Tour über den Gletscher Perito Moreno. Dieses Erlebnis kann man kaum beschreiben. Riesige Massen Eis, gleißendes Licht und Farbwechsel, irre Kontraste... Ich glaube wir haben 1000 Fotos geschossen.
Am 11.1.2016 ging es auf zur nächsten Etappe der Highlights, nach El Chaltén. Der Ort ist etwas kleiner und noch etwas teurer als El Calafate. Es war mal wieder 200km sehr windig und die letzten Kilometer auf der Routa 23 hatten wir gefühlt 100km/h Gegenwind. Anhalten und Ausruhen war dort gar nicht möglich, also in einem durch. In El Chaltén haben wir uns trotz der Preise für drei Tage ein Hotel gebucht und haben nun auf den Campingplatz gewechselt; wir hoffen, dass das Wetter weiterhin so mild und windberuhigt bleibt.
Unser Weg führt uns von hier weiter die R 40 nach Norden. Das wird eine Fahrt durchs Nichts. Wir hoffen dass wir die nächsten 2-3 Etappen an allen Stellen auch Sprit bekommen, mal sehen...

Ushuaia

Seelöwen Beagle-Kanal

Kormorane und Pinguine bei Ushuaia

Denkmal für die Ureinwohner (nachdem sie fast ausgerottet wurden)

Cafe Luna in Punta Arenas

Punta Arenas - Hauptstraße

Lupinienfelder zwischen Punta Arenas und Puerto Natales

ungewöhnliche Kombination - Flamingos und Schafe

Silvester Nachmittag in der Sonne von Puerto Natales vor dem Hostel - Birgit, Silke, Frank und ich


Nationalpark Torres del Paine - Regenbogen beim windigen Aufstieg zur Laguna Torres


Torres del Paine Massiv mit Lago Pehoé

3,3 KG Zelt mitgeschleppt - da war schon ein Zelt für uns aufgebaut

Laguna Las Torres - hier haben wir auf Anettes runden Geburtstag angestoßen


Basiscamp Paine Grande - Torres del Paine

Glacier Grey und Lago Grey

Cerro Paine Grande

Nationalpark Perito Moreno bei El Calafate - Lago Roca

Streik der 'Petroleros' - stundenlang in El Calafate auf Sprit warten



Glacier Perito Moreno



Glacier-Trecking

Glacier Perito Moreno

Nationalpark Fitz Roy bei El Caltén

Cerro Torre im Nationalpark Fitz Roy



26. Dezember 2015

Routa 3 bis nach Feuerland - Weihnachten am "Ende der Welt"


Wir wünschen Euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Start für das Neue Jahr 2016!

Wir sind Weihnachten in Ushuaia angekommen; hier stimmt zumindest die gewohnte Temparatur für die Weihnachtszeit. Aber nun der Reihe nach, wie wir dorthingekommen sind:

Auf der Routa 3 mit viel Gegend und Wind sind wir Richtung Comodoro Rivadavia gefahren. Da bemerkten wir, dass Monis weiße Q 19 Öl verlor. Das hat uns einen 5-tägigen Aufenthalt in Rada Tily bei Comodoro Rivadavia beschert, da wir das Wochenende abwarten mussten. Zum Glück haben wir nach langem Suchen eine Werkstatt gefunden, die sich an die alte BMW mit dem Problem herantraute. Mit der Hilfe von Frank und der Standleitung zum Karl Ensmann konnten wir die Schrauber gut einweisen. Das 'Nachtropfen' nach diesem Eingriff hat dann auch ca. 1000km später aufgehört und wir haben einfach beschlossen, dass es nun dicht sein mus...., mal sehen.
Wir haben noch einen Abstecher nach Samierto zu den 'Bosque Pertifiocado' gemacht, einem versteinerten Wald. Die Bäume wurden vor ca. 65 Millionen Jahren dorthin gespült und wandelten sich durch einen speziellen Prozess unter einem Mantel aus Asche von Holz zu Stein. Wer Interesse hat...
http://www.simplyscience.ch/teens-liesnach-archiv/articles/versteinerte-waelder-wie-entstehen-die-baeume-aus-stein.html

Nun ging es weiter auf der Routa 3 mit den Stationen Caleta Olivia, Puerto San Julian bis nach Rio Gallegos. Drei Tage mit jeweils über 350 km Fahrt im Wind, Kälte und auch einigen Schauern. Wir haben uns auf der Strecke dann mal Hotels gegönnt, um uns aufzuwärem und gut zu schlafen. Schließlich haben wir uns aufgemacht Richtung Feuerland und mussten vor der Fährfahrt erst einmal wieder in Chile einreisen. Wir hatten extra vor der Grenze noch unser ganzes Obst aufgegessen (man darf weder nach Chile noch nach Argentinien Obst oder Fleisch einführen), aber an die Kartoffeln und Möhren in Monis Koffer haben wir nicht mehr gedacht. Zum Glück war der Grenzer kulant; es hätte durchaus eine hohe Geldstrafe geben können.
Mit der Fähre ging es dann wenig später nach Feuerland in karger Landschaft weiter zur nächsten Grenze bei San Sebastian. Durch Umleitungen (Desvio - dieses Schild kündigt meist nichts Gutes an) mussten wir wieder ca. 100km Schotterpiste fahren, was Monis Auspuff gar nicht nochte. Er brach nämlich und wir mussten ihn notdürftig mit Kabelbindern befestigen. Vor der Grenze in San Sebastian haben wir Halt gemacht und erst einmal gut gegessen, ein lecker Bierchen getrunken und gut geschlafen. Am nächsten Tag fuhren wir bei schönem Wetter (nicht ganz selbstverständlich in dieser Gegend) über Rio Grande nach Tolhuin, wo wir 4 Tage verbrachten und uns die Umgebung in Ruhe anschauen konnten. Wir fanden auch schnell eine echt kuriose Tüftler-Werkstatt in Tolhuin am Campingplatz und Monis Auspuff wurde über Nacht geschweißt.
Die letzte Etappe unserer Fahrt nach Süden ging über den Paso Grimaldi nach Uhsuaia, einem kuriosen Reiseziel. Hier trifft alles aufeinander, Moped- und Fahrradfahrer, Busreidende, Kreuzfahrt-Reisende. Eine Stadt mit horrenden Preisen in fast allen Kategorien, bunten Bretterbuden und noblen Häuschen und Einkaufsmeilen. Und trotzdem verbringen wir hier schöne Weihnachtstage in einer kleinen Cabana; wir sind mal wieder nicht so cool und abgehärtet, um wie viele andere den Campingplatz zu nutzen. Das Ende der Routa 3 im Nationalpark Tierra del Fuego 'Routa Fin del Mundo' haben wir natürlich auch erreicht und das obligatorische Foto vor dem Schild gemacht.
Hier wendet sich nun unsere Tour und wir pendeln ab dem 27.12.2015 wieder in nördliche Richtung. Die nächsten Stationen sind Punta Arenas, Puerto Natales und der Nationalpark Torres del Peine.

Vielen Dank für die vielen Grüße zwischendurch und gerade zu Weihnachten, das freut uns immer riesig. Liebe Grüße, kommt gut ins Neue Jahr auf all Euren Routen und Wegen!
Moni und Jürgen

Bullenweide
Quh 19 verliert Öl - Wechsel der Dichtungen in Comodoro Rivadavia

Bosque Pertificado bei Samierto

'Mondlandschaft' des Bosque Pertificado, dem versteinerten Wald



versteinerter Baum - über 65 Mio Jahre alt

 



Routa 3 südlich von Comodoro Rivadavia - der Tacho der Q 19 ist wieder auf Null


durch störrischen Seitenwind, Eiseskälte und Regenschauer trifft man immer Mopedfahrer in den wenigen Raststätten
Zeitvertreb an der Tankstelle - der kleine Pepe will den Lenker gar nicht mehr loslassen

Rio Gallegos - ein typisches Straßenbild
verrückte Kombinationen - Militäraustellung am 4. Advent, den Weihnachtsmann gestoppt
patagonisches Warnschild, sehr wahr
ganz viel Gegend, unglaubliche Weitblicke
Feuerland in Sicht - Blick von der Fähre
San Sebastain auf Feuerland, chilenische Seite
San Sebastian Grenzgebiet


am Lago Fagnano bei Tolhuin auf Feuerland

Quh 19 in einer besonderen Werkstatt auf dem Campingplatz am Lago Fagnano
Quh 46 muss vor kurioser Kulisse warten - die Werkstatt des Daniel Düsentrieb auf Feuerland
Krippenspiel nach typisch argentinischer Machart - aus Resten und Müll etwas Neues kreieren


abgestorbene Südbuchen im Waldsee

...Blick von der Route 3 am Paso Grimaldi, 45 km vor Ushuaia
Routa 'J' auf Feuerland Richtung Estancia Haberton

Estancia Haberton

Lago Fagnano

wunderschöne Lichtspiele

einer von hunderten treuen Hunden, läuft einfach mit uns mit und wacht die Nacht vor unserer Hütte

Ushuaia
Fin del Muno - am Ende der Welt - Lapataia Bay

das obligatorische Bild am Ende der Welt - Routa Fin del Mundo